Wer Inhalte als fertige Seiten pflegt, pflegt sie mehrfach. Strukturierte Inhalte stehen einmal in Feldern und erscheinen überall dort, wo sie gebraucht werden — auch in dieser Wissensdatenbank.
In vielen Websites steckt der Inhalt direkt in der Seite: Überschrift, Text und Bild sind in einem Editor zusammengesetzt und nur dort vorhanden. Soll derselbe Text an anderer Stelle erscheinen, wird er kopiert. Ab diesem Moment gibt es zwei Fassungen, die auseinanderlaufen.
Eine Seite ist eine Ansicht
Strukturierte Inhalte trennen das. Ein Artikel besteht aus Feldern — Titel, Kategorie, Datum, Anriss, Absätze, Bild. Die Seite ist nur eine von mehreren Ansichten auf diese Felder.
1. Einmal pflegen, mehrfach zeigen
Diese Wissensdatenbank arbeitet so. Jeder Artikel ist ein Datensatz. Aus denselben Daten entstehen die Artikelseite, die Karte in der Übersicht, der Eintrag in der Seitenleiste, die Kategorieseite und die Vorschau in den Karussells auf anderen Seiten. Ein geänderter Titel muss nicht an fünf Stellen nachgetragen werden.
2. Felder setzen Grenzen
Felder haben feste Längen und feste Plätze. Das wirkt zunächst einschränkend, schützt aber die Gestaltung: Ein Titel, der zu lang für die Karte ist, wird beim Speichern abgewiesen, statt die Übersicht zu sprengen. Die Grenzen stammen aus dem Layout, nicht aus einer Vorliebe.
Inhalte als Felder anlegen, nicht als fertige Seiten
Jede Ansicht aus denselben Daten erzeugen
Feldlängen aus dem Layout ableiten
Markup aus Inhaltsfeldern nie ungeprüft übernehmen
Bei einem Ausfall des CMS einen gespeicherten Stand ausliefern
Ein weiterer Vorteil ist Sicherheit. Wenn Redakteure nur Text in Felder schreiben und die Seite ihn als Text einsetzt, kann aus einem Inhaltsfeld kein Programmcode in die Seite gelangen. Wer dagegen HTML in Textfeldern erlaubt, muss jede Eingabe prüfen.
Strukturierte Inhalte machen auch den Wechsel des Systems leichter. Liegen Artikel als Datensätze vor, lassen sie sich exportieren und an anderer Stelle einspielen. Liegen sie als gestaltete Seiten in einem Baukasten vor, beginnt jede Migration mit Abschreiben.
Das Design bleibt, der Inhalt wechselt
Auch die Ausfallsicherheit profitiert. Die Website von hnvr.me holt die Artikel bei jedem Aufruf aus dem CMS. Antwortet das CMS nicht, wird der zuletzt im Projekt gespeicherte Stand ausgeliefert. Besucher sehen dann vielleicht nicht die neueste Fassung, aber nie eine leere Seite.
Der Aufwand liegt am Anfang. Jemand muss festlegen, welche Felder ein Inhaltstyp hat, wie lang sie sein dürfen und wo sie erscheinen. Diese Arbeit zahlt sich aus, sobald es mehr als eine Handvoll Einträge gibt.
Das Ergebnis ist eine Trennung, die Gestaltern und Redakteuren gleichermaßen hilft: Das Design wird einmal gebaut und bleibt stabil, die Inhalte wechseln, ohne dass jemand das Layout anfassen muss.
